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Buzzword Suchmaschinenoptimierung oder auch “dieses SEO”: Jeder hat es schon mal gehört. Alle wissen es ist irgendwie wichtig. Aber keiner weiß wo man anfangen soll und wie. Wir öffnen die Blackbox SEO mit unserem Experten Markus Egon Kuhn von der 360 Online Performance Group (OPG) und zeigen gemeinsam in 7 Schritten, wie sich jeder grundsätzlich im SEO Bereich aufstellen kann:

 

“Dieses SEO” – Buzzword oder Pflichtprogramm?

SEO ist ein wichtiges Thema, wird von den meisten Startups jedoch völlig vernachlässigt. Die meisten, die es dennoch betreiben, machen es nur halbherzig. Dabei ist gerade der Verkauf über SEO eine der besten Einnahmequellen überhaupt. Der Nutzer will nämlich genau zu diesem Produkt und hat bei Zufriedenheit mit dem Angebot eine wesentlich höhere Kaufbereitschaft. Damit Ihr einen kleinen Überblick bekommt, haben wir einen kurzen Grundlagen-Leitfaden geschrieben, wie und mit welchen Mitteln man möglichst gut einen Artikel finden und schreiben kann und wofür dieser Artikel dient.

 

Definition: Search Engine Optimization (SEO) 

Vielleicht noch kurz die Frage beantwortet, was SEO eigentlich ist? Es steht für Search Engine Optimization und heißt eine Seite oder Teile einer Seite bei Google auszurichten. Dadurch entsteht organischer Traffic (Besucher, die von selbst bei einer Suche auf eure Seite kommen) und dieser hat natürlich wesentlich mehr Interesse an Inhalten und Produkten, als jemand der durch Werbung kommt.

 

#1 Was will ich eigentlich erreichen?

Viele fangen direkt an und gehen auf die Suche nach Schlagwörtern o.ä. Fragt euch bitte zunächst, was ihr mit SEO eigentlich erreichen wollt. Definiert klare Ziele des SEO Marketings: Mehr Verkäufe, mehr Traffic, Brand Awareness? Es gibt viele Gründe FÜR SEO, die sich durchaus überschneiden oder gegenseitig bedingen können. Unser Tipp ist aber trotzdem:Bitte Schritt für Schritt fortgehen. Konzentriert euch bitte zunächst auf eine Strategie, damit eure SEO-Tätigkeit auch diesen Bereich ganzheitlich abdeckt. Nehmen wir mal an, ihr wollt euern Verkauf erhöhen und legt euch auf dieses Ziel fest. Wie es dann weiter geht? Nun müssen der Kunden und der Aufmerksamkeitsbereich bestimmt werden.

 

#2 Der passende Aufmerksamkeitsbereich

Okay, das Ziel ist gesetzt: Wir streben zunächst einen höheren Verkauf von unserem Produkt an. Nun müssen wir herausfinden, was den potentiellen Kunden eigentlich interessiert und in welcher Phase wir ihn adressieren. Es gibt grundsätzlich mehrere Aufmerksamkeitsbereiche, in denen wir Kunden adressieren können. Hier gibt es:

  • Attention (hier bekommt der Kunde es bspw. bei der Recherche zu einem anderen Produkt mit)
  • Interest (hier hat der Kunde bereits grundsätzliches Interesse)
  • Desire (hier hat der Kunde ein klares Verlangen nach einem Produkt)
  • Action (hier ist er im Kaufprozess)

An allen Stellen kann man mit SEO ansetzen und wie ihr merkt, es ist grundsätzlich sehr viel möglich. Ziel ist es, den Kunden im jeweiligen Stadion bestmöglich zu unterstützen und “abzuholen” (das gilt übrigens auch bei Search Engine Advertising). Er befindet sich in der Recherche? Dann könntet ihr auf Qualitätsmerkmale guter Produkte hinweisen. Er hat Berichts ein klare Kaufabsicht? Dann könnt ihr ihn vielleicht mit einem Sonderangebot ködern. Am besten ist es natürlich, in allen Bereichen SEO zu machen. Zunächst solltet ihr euch aber auf eine Phase festlegen und dann ggfs. das Prinzip wiederholen. Um unser Beispiel fortzuführen: Wir entscheiden uns für den Kaufprozess (Action). Nun geht’s an die Definition des Kunden!

 

#3 Definition: Wer ist der Kunde?

Wir möchten mehr Verkauf und das am liebsten im Action-Bereich. Nun müsst ihr den Kunden von euch definieren. Hier helfen Google-Trends, Google Suchanfragen, Allgemeine Recherchen uvm. Am Ende wollt ihr wissen, an welche Buyer Personas ihr verkauft. Welches Alter, Interessen, Bildungsgrad, Beruf usw.

 

Beispiel:

Ich habe gerade eine Packung Nüsse vor mir liegen und nehme nun mal als Beispiel, dass wir Nüsse online verkaufen. Mein Kunde ist also geschlechtsneutral, berufsneutral, meistens über 16 (da Nüsse sonst Zuhause liegen – Mama hat eingekauft). Wir müssen keine spezifischen Interessen definieren, allerdings könnte man berücksichtigen, dass er unter Umständen einen „gesünderen“ Lebensstil präferiert. Das Beispiel lebt von einer breiten Masse, die man trotzdem auf wichtige Faktoren eingrenzen kann. Macht euch am besten eine Mindmaps und nehmt euch für diesen Teil ein bisschen Zeit.

 

#4 Die richtige Recherche

Jetzt wird es konkret: Welche Themen interessiert eure Zielgruppe bzw. euren Kunden? Unser Tipp: Nutzt für eine Keyword & Themenrecherche unbedingt den Google Keyword Planner und Search Console. Auf Google Search Console werden euch Suchbegriffe angezeigt, durch die User aktuell via Google auf eure Seite kommen. Das kann euch einen guten Eindruck davon vermitteln, welche Keywords bereits gut ausgeprägt sind, welche sind zu wenig vorhanden und/oder vielleicht sogar fälschlicherweise vorhanden sind. Der Keyword Planner kann über Google Adwords genutzt werden: Hier werden zu einem deiner Keywords von Google neue Keyword-Ideen generiert. Außerdem gibt der Keyword Planner Aufschluss über das monatliche Suchvolumen der besagten Keywords.

 

Beispiel:

Wir könnten zum Beispiel recherchieren, wonach die meisten Menschen im Zusammenhang mit Nüssen googlen. In Verbindung mit Gesundheit, Online, Fett uvm. Hier fängt man einfach selbst an zu googeln und findet direkt erste Hinweise. Erstellt eine Liste mit Keywords, die auf einen mittlerem Traffic hindeuten (Traffic = Suchvolumen bzw. Besucher einer Website). Hier solltet ihr den Wettbewerbsvorteil auskosten und Keywords auswählen, dessen Suchvolumen in einem mittleren Anfragen-Bereich liegen. Nachdem ihr jedes Keyword gegooglet habt, sollte euch außerdem schnell klar sein, in welchem Bereich Inhalte fehlen oder mangelhaft sind. Hier befindet sich der Markt, den ihr adressieren wollt. Schreibt Artikel, die genau diese Themen adressieren und werdet auf Google zu einem relevanten Beitrag für diese Keywords. Der Nutzer will nämlich zu diesem Produkt MEHR ERFAHREN und hat bei Zufriedenheit mit dem Angebot, WAS IHR AUF DER SEITE BIETET, eine wesentlich höhere Kaufbereitschaft. So funktioniert SEO und so werdet ihr in den Google Ergebnissen ganz oben angezeigt. Auf Dauer könnt ihr auch Keywords vornehmen, die umkämpfter sind, weil ihr gut rankt.

 

#5 Der richtige Inhalt und ein Call-to-Action

Jetzt recherchiert ihr zu dem Thema und schreibt alles runter was ihr findet. Findet eine gute Struktur und beantwortet wirklich alles, was der Artikel braucht. Hier kommt es darauf an wirklich guten Content zu produzieren. Nur so wird er für die Leute relevant, die nach den besagten Themen googeln. Aus meiner Erfahrung sind 1000-1500 Wörter, EINE Headline, viele Unterüberschriften, sowie eine Einleitung und ein Fazit ein absolutes Muss. Jedoch darf ein klarer Call-To-Action nicht fehlen. Definiert je nach dem vorher bestimmten Ziel, die Aktion die der Nutzer auf eurer Seite durchführen soll. Wenn er nun zum Beispiel etwas über Paranüsse und deren gesunden Fettgehalt gelesen hat, schickt ihn zu euren Paranüssen.

 

Vorgehensweise:

Sammelt den Content aus eurer Recherche und erstellt zunächst eine sinngebende Struktur für den Artikel. Als erstes solltet ihr den Headliner und die Unterüberschriften definieren. Danach erstellt ihr eine Einleitung und ein Fazit, um eure Struktur weiter zu festigen. Nun füllt ihr die einzelnen Parts mit Content und lasst ihn 1 Tag liegen. So kann man mit etwas Abstand noch einmal den inhaltlichen Feinschliff machen. Jetzt geht es zur technischen Struktur.

 

#6 Der technische Aufbau

Insbesondere der technische Aufbau kann über die Relevanzbewertung von Google entscheiden und euch SEO-technisch voran bringen. Best Practices:

  • Wählt eine Meta-Description
  • Wählt nur EINEN H1 Tag (optimalerweise eine Überschrift mit den Keywords)
  • Verlinkt gerne eigene und externe Artikel (so könnt ihr eine Backlink-Struktur aufbauen)
  • Macht den Artikel sichtbar für den Google Crawler (mit Google Analytics überprüfen)
  • Wiederholt das Keyword in Abständen (zu viel könnte zu einer Abmahnung durch Google führen)
  • Das Keyword sollte in irgendeiner Form in der Headline auftauchen

Die Meta-Description ist ein HTML-Tag, was in WordPress zum Beispiel mit eingetragen werden kann. Alternativ müsst ihr nach diesem Fachbegriff einmal googlen. Verlinkungen sollten nicht überhand nehmen, auch hier gilt: Wenn sie wirklich helfen bitte einfügen, sonst draußen lassen.

 

#7 Die richtige Vermarktung

SEO heißt grundsätzlich so, weil es organisch wächst. Aber es hilft, den Artikel zu teilen (Share) und Backlinks zu produzieren (indem man von anderen Websites & Social Media auf ihn verlinkt). Benutzt bitte keine automatischen Verteiler und erstellt keinen Duplicated Content. Duplicated Content heißt, die Texte sind original von einer anderen Seite kopiert, auf der der besagte Inhalt zuerst veröffentlicht wurde. Google kann euch für die Verwendung extrem abstrafen, daher gilt: WENN ihr duplicated Content benutzt, dann müsst ihr ihn auch als solchen Kennzeichnen (mit dem Canonical-Tag). Stattdessen: Teilt den Beitrag mit interessierten Freunden, Geschäftspartnern oder mit euren bisherigen Kunden. Wenn es guter Content ist, lesen die Leute ihn gerne.

 

Fazit

SEO ist ein langwieriger Prozess und (ACHTUNG!) muss regelmäßig betrieben werden. Qualität geht hier definitiv vor Quantität. Recherchiert gut, bietet Spitzencontent und dann sollte es von ganz alleine laufen. Nicht umsonst heißt es überall immer: Content is King! Das ist der Nr. 1 Hauptgrund, warum viele Leute an SEO scheitern. Ein bisschen Geduld und ihr werdet euch einen Vertriebskanal aufbauen, der wirklich unersetzlich ist.

 

Zur 360 Online Performance Group:

Als lokal ansässige 360 Grad Agentur für digitales Marketing, fokussiert sich die 360 OPG insbesondere auf den Bereich Digitalisierung & Start-ups. Außerdem sind die Veranstalter des RuhrSummit in der lokalen Szene vernetzt wie kaum jemand sonst.

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