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Am Wochenende fand der erste große LoRaWan Hackathon zum Thema Smart City im ruhr:HUB statt. Mit dabei waren diverse Essener Unternehmen wie die Ruhrbahn, Allbau GmbH, Ensorgungsbetriebe Essen (EbE) und die Stadtwerke Essen. Wir haben bei den Mentoren nachgefragt, wie sie das Wochenende und den Hackathon erlebt haben. Der erste Erfahrungsbericht stammt von Tobias Grau von den Stadtwerken Essen:

 

#Erfahrungsbericht (1) – Tobias von den Stadtwerken Essen

Es ist schon der zweite Hackathon für die Stadtwerke, aber Neuland ist es trotzdem. Diesmal stellen wir eine Aufgabe, an der die teilnehmenden Start-up Teams arbeiten. „Challenge“ heißt das auf Innovations-Deutsch.

 

Das Ziel: Sprechende Netzwerke

Wir wollen unser Netz zum Sprechen bringen, knapp 5.000 Kilometer haben wir davon in Essen in den Sparten Gas, Wasser und Abwasser. Gut verteilt im Stadtgebiet und bestens betreut und betrieben von unserem Technikbereich. Und dennoch: Oft genug überrascht uns das Netz. Nicht immer positiv. Schadensereignis nennt sich das. Wäre es nicht prima, wenn uns das Netz das „sagen“ würde? Von sich aus? Vielleicht sogar bevor etwas repariert werden muss?

Natürlich kann für das „Sprechen Lernen“, also die Netzdaten zu den Stadtwerken transportieren, nicht die halbe Stadt zum Verlegen von Kabeln umgegraben werden. Ein Funknetz bietet sich an. Z.B. über die so genannte LoRaWAN-Technik.

 

Lasset die Spiele beginnen…

Zwei Teams stürzen sich auf das Thema. Das schon in LoRaWAN- erfahrene Startup PHYSEC aus Bochum und ein Studententeam von der Universität Duisburg-Essen. Sie nennen sich InnoBoost. Aufregend unterschiedlich sind auch die Lösungsansätze: Im ruhr:HUB, wo der Hackathon stattfindet, entsteht dank PHYSEC eine komplette LoRaWAN-Funkstrecke. Ein Gewirr aus Kabeln und Monitoren inklusive. Datenpakete sausen quer durch den Raum. Sehr beindruckend.

Das Studententeam trägt Informationen zusammen, es entsteht die Idee die Straßenkappen und Hydranten der Stadtwerke mit Schall- und Vibrationssensoren auszurüsten. Für den Anfang vor allem im Innenstadtbereich. Über den LoRa-Funk gehen die gesammelten Daten an einen Server. Aus dem Rohmaterial sollen Muster errechnet werden, die ein Netz im Gleichgewicht darstellen. Zeigen sich in den Folgemessungen Abweichungen, spricht viel dafür an der Stelle einmal näher hinzuschauen.

 

Nicht ohne meinen Mentor.

Als Mentor der Challenge ist es mein Job den Teams den Weg zu weisen, immer wieder im Verlauf des Hackathon-Wochenendes ziehen wir uns gemeinsam zurück. Stimmt der Weg? Was ist den Stadtwerken besonders wichtig? Wie sieht unsere Infrastruktur aus? Und, und, und.

 

Finale! Wer gewinnt die Challenge und was kommt als nächstes?

Sonntagmittag kommt mächtig Druck in den Kessel: Die finale Präsentation naht. Beide Teams schlagen sich hervorragend vor großem Publikum und ernten viel Applaus. And the winner is … InnoBoost! Herzlichen Glückwunsch! Aber viel wichtiger ist: Wir haben uns alle für feste Folgekontakte verabredet. Denn eins ist klar: Für unsere Stadtwerke bieten die an zweieinhalb Tagen entwickelten Ideen und Technologien ein enormes Potenzial. Und das wollen wir in der Praxis nutzen: Unser Netz wird sprechen lernen.

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