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Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten beim LoRaWan Smart City Hackathon des ruhr:HUB mit den Tochtergesellschaften der Stadt Essen Lösungen für ein smartes Ruhrgebiet. Mit dabei waren diverse Essener Unternehmen wie die Ruhrbahn GmbH, Allbau GmbH, Ensorgungsbetriebe Essen (EbE) und die Stadtwerke Essen AG. Die sechs Siegerteams erhielten insgesamt 4.000 Euro sowie ein Folgeprojekt zur Umsetzung der Konzepte.

“Unsere Stadt soll smarter werden!”

Unter dieser Parole startete am vergangenen Freitag der erste LoRaWan Hackathon für ein smartes Ruhrgebiet im ruhr:HUB. Von Freitag (24.5.) bis Sonntag (26.5.) entwickelten Start-up-Teams und Einzelkämpfer intelligente Lösungen für die ausgeschriebenen Herausforderungen der teilnehmenden Unternehmen. Sie hatten bereits zuvor konkrete “Challenges” definiert und unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Hackathons mit ihrer Expertise. Schließlich konnten beim großen Finale am Sonntagnachmittag sechs Start-up-Teams mit ihren Lösungen überzeugen. Sie erwirtschafteten insgesamt eine Summe von 4.000 Euro für die Umsetzung der Projekte.

 

LoRaWaaaas? Wer? Wie? Wo?

Circa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich der Hackathon-Herausforderung innerhalb kürzester Zeit eine digitale Lösung für die Herausforderungen der städtischen Unternehmen zu entwickeln. Das übergeordnete Thema des Smart City Hackathons lautete LoRaWan (Abkürzung für “Low Power Wide Area Network“). Die LoRaWan-Spezifikation bietet eine nahtlose Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen unter Smart Things ohne die Notwendigkeit komplexer Installationen. Es wurden insgesamt sieben Challenges ausgeschrieben, auf welche sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerben konnten.

Bei der Auftaktveranstaltung am Freitag (24.5.) begrüßte Hans-Jürgen Best, Stadtdirektor der Stadt Essen, die teilnehmenden Teams und Mentoren. Er betonte die Wichtigkeit von Smart City Technologien für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die Vorteile einer Zusammenarbeit mit agilen Start-ups. Es folgte die offizielle Teambildung, bei der sich zehn überraschend heterogene Teams aus diversen Start-ups und Einzelkämpfern bildeten. Drei Tage lang arbeiteten die Teams an Prototypen und konkreten Umsetzungsplänen für ihre Lösungsansätze. Bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag (26.5.) durften alle Start-ups und Einzelkämpfer ihre Projektlösungen vor Publikum vorstellen. Die Sieger aus den Hackathons der einzelnen Challenges lauten wie folgt:

 

Stadtwerke Essen AG

Sprechende Netzte Challenge

  • Gewinner: Innoboost

Solution: Innoboost hat ein Konzept entwickelt, welches mit Hilfe von Standart-Sensoren Leckagen in den Wasserleitungen der Stadt Essen detektieren kann. Hiermit sollen auf der einen Seite die aktuell bis zu 11% Wasserverlust im Leitungsnetz minimiert werden und andererseits aufgrund einer Art Früherkennung die Kosten für die spontanen Reparaturen drastisch gesenkt werden. Die Stadtwerke zeigten sich begeistert von der Leistung des Teams InnoBoost, da es nicht nur eine technische Beschreibung und ein inhaltliches Konzept entwickelt, sondern bereits den ersten Sensor angeschlossen und die technische Machbarkeit im Rahmen eines Hydranten theoretisch geprüft hat.

 

Allbau GmbH

Nebenkostenminimierung & -abrechnung in Echtzeit Challenge

  • Gewinner: Immofred

Solution: Der Allbau geht es mit ihren 18.000 Wohnung in Essen darum, den Aufwand und die Fehleranfälligkeit im Rahmen der Nebenkostenabrechnung zu minimieren. Immofred entwickelte auf Basis ihres bestehenden Systems einen Ansatz die Nebenkostenabrechnung langfristig vollständig zu automatisieren und damit den Mitarbeitern wieder die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer knappen Zeit um die wirklichen Probleme ihrer Mieter zu kümmern. Für Allbau ergeben sich aus dem System und den entstehenden Verknüpfungen auch weiteres sogenannte Services die den Mietern gegenüber angeboten werden können.

 

Ruhrbahn GmbH

Smarte Haltestellen Challenge

  • Gewinner: Team Heiko

Solution: Die Ruhrbahn möchte gerne wissen, wie viele Personen warten an einer beliebigen Haltestelle in Essen auf Bus, Bahn oder S-Bahn. Mit Hilfe dieser “smarten Haltestellen“ können Routen besser ausgelastet werden und die Kundenzufriedenheit signifikant gesteigert werden. Eine besondere Herausforderung ergibt sich aus der Datenschutzgrundverordnung, da die Ruhrbahn selbstverständlich keinerlei private Daten über ihre Fahrgäste sammeln oder speichern möchte. Zwei Einzelkämpfer haben sich an dem Wochenende auf den Weg gemacht und sich gegenüber etablierten Systemen durchgesetzt. Gewinner war schließlich Heiko mit seiner automatisierten Bilderkennung und der entsprechenden Anzeige in einem Netz-Dashboard.

 

Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE)

Smarter Winterdienst Challenge

  • Gewinner: Hablo & Inzento

Solution: Die EbE Entsorgungsbetriebe Essen sind in ihrem Spektrum auch für den Winterdienst der Stadt Essen verantwortlich. Aktuell verlassen sich die Akteure im Winterdienst auf die Wetterprognosen und liegen hiermit in der Regel richtig. Trotzdem wäre natürlich die Verfügbarkeit von Straßentemperatur und Feuchtigkeit in Echtzeit an vielen unterschiedlichen Messpunkten im gesamten Stadtgebiet eine große Verbesserung gegenüber heute. Mit diesen Informationen können die Winterdienste viel effizienter geplant, kritische Punkte im Vorfeld beleuchtet und ggf. sogar zukünftig fallender Schnee delektiert und in die Planung einbezogen werden. Die EbE zeigte sich beeindruckt von dem entwickelten System und freut sich auf ein Pilotprojekt an extrem kritischen Stellen im Stadtgebiet Essen.

 

Fazit

Jeweils ein Team pro Unternehmen erhielt eine festgelegte Siegerprämie von 1.000 Euro. Die Tochtergesellschaften der Stadt Essen zeigten sich begeistert von den Ergebnissen des dreitägigen Hackathons. In enger Zusammenarbeit mit den Gewinnerteams sollen nun die Konzepte der Start-ups in die Tat umgesetzt werden. Aufgrund des Erfolgs wird es bestimmt den ein oder anderen Hackathon in der Zukunft im ruhr:HUB geben.

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