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Das Startup TicketHash aus Lünen in 3 Worten: Blockchain, Anti-Schwarzmarkt & Zweitmarktkontrolle inkl. API-Integration.

Motto: “Nie aufgeben, auch wenn es mal Rückschläge gibt, denn die gehören einfach dazu. Immer weiter nach vorne schauen und an die Sache glauben, dann wird es auch!!!”

 

Wir haben ein Interview mit Marcus Rump, dem CEO und Co-Founder des Startups angezettelt und möchten Dir jetzt eine erfolgreiches Startup vorstellen, welches mit dem Gründerstipendium NRW erste Erfolge einfahren konnte.

 

1. Beschreibe Dein Team und euer Geschäftsmodell:

 

Wir sind ein Team aus vier Leuten, die alle die notwendigen Fähigkeiten mitbringen, um unser Projekt zum Erfolg zu führen. Alle Co-Founder haben eine akademische Ausbildung, langjährige Berufserfahrungen und sind hochmotiviert sich in die Selbstständigkeit zu stürzen. Zusätzlich kennen wir uns bereits seit vielen Jahren. Uns alle vereint die gemeinsame Liebe zum Wellenreiten. Genau genommen haben einige von uns sich damals am Strand kennengelernt.

Unsere Technologie ist ein disruptives Geschäftsmodell im Ticketmarkt. Es befasst sich mit hoch innovativen Technologien, wie Blockchain, Cloud, IoT, NFC, Biometrik und KI.  Tickets können mobil, sicher und bequem in Echtzeit von Person zu Person zu festgelegten Bedingungen weitergeben werden. Der Veranstalter definiert, zu welchen Konditionen die Tickets auf dem eigenen, geschlossen Zweitmarkt weitergegeben werden dürfen, um die Bereicherung von nicht autorisierten Personen oder die Weitergabe zu überhöhten Preisen auszuschließen. Durch die API-Integration der personalisierten Daten in bestehende CRM-Systeme erhalten die Kunden zusätzliche Marketingdaten für zielgerichtete Kundenansprachen, Kampagnen, Statistiken und Echtzeit-Monitoring.

 

 

2. Was hat Euch dazu bewegt zu gründen?

 

Durch viele Jahre im Angestelltenverhältnis wuchs immer stärker der Wunsch, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Bereits weit vor der Entstehung von TicketHash haben wir diverse andere Startup-Optionen immer mal wieder angesprochen und überlegt. Leider war aber nie die richtige Geschäftsidee mit einem lohnenden und skalierbaren Geschäftsmodell dabei. Als dann die Blockchain Technologie mit ihren eindeutigen Vorteilen immer präsenter wurde, kamen wir schnell auf den User Case Ticketing und haben nach einer R&D Phase den Entschluss gesetzt zu gründen. Von da an ging es sehr schnell.

 

 

3. Welche Herausforderungen musstet Ihr bewältigen?

 

Zu Anfang mussten wir erst mal eruieren welche Technologien wir einsetzen. Da die Blockchain Technologie noch sehr jung ist, war das eine große Herausforderung. Zum Glück haben wir mit unseren zwei technischen Teammitgliedern sehr erfahrene IT Experten an Bord. Nachdem das GO aus der Technik kam, also die Bestätigung, dass der Use Case technisch umgesetzt werden kann und parallel nach einer ausgiebigen Marktanalyse auch das Geschäftsmodell im Groben feststand, haben wir im November 2018 gegründet.

 

 

4. Das ist unsere Zielgruppe:

 

TicketHash Technology ist ein SaaS Blockchain basierter Ticketing-Lösungsanbieter. Das B2B-Geschäftsmodell von TicketHash bietet Ticketsystemanbieter, Eventveranstalter und Veranstaltungsstätten-Betreiber oder Besitzer eine einfache Integration in bestehende Workflows an. Durch diese Technologie ist es erstmals möglich, Ticketbetrug und einen überteuerten Weiterverkauf der Tickets auf dem Zweitmarkt zu verhindern. Durch die notwendige Personalisierung und die generierte Transaktionshistorie bei der digitalen Ticketweitergabe erhöht sich die Veranstaltungssicherheit, da unerwünschten Personen der Zutritt verweigert werden kann.

 

 

5. Wie habt Ihr euer Projekt finanziert?

 

Zurzeit haben wir noch keinen externen Investor. Wir stehen aber Gesprächen mit Investoren offen gegenüber. Laut unserer Roadmap sind wir bis zum Ende des Jahres on-track und bekommen alles mit eigenen Mitteln hin. Ab Anfang 2020 möchten wir aber gerne mit einem Investor zusammenarbeiten, da ab diesem Zeitpunkt die Internationalisierung auf dem Plan steht. Seit einigen Wochen haben wir unsere erste Kundenzusage eines Ticketshops aus Südostasien. Zurzeit sind wir mit der Erstellung und Planung der Vertragswerke und der anstehenden Integration beschäftigt.

Wir treiben das Projekt noch mit eigenen Mitteln voran. Da wir ein SaaS Geschäftsmodell verfolgen sind wir seit 2019 im AWS Activate Programm aufgenommen. Dieses Programm stellt Startups für einen Zeitraum von zwei Jahren virtuelle Kredits zur Verfügung, um die Dienstleistungen von AWS zu nutzen. Dies ist unglaublich hilfreich für uns, da AWS eine der modernsten Cloud Infrastrukturen bereitstellt.

Desweiteren werden Stefan und Ich durch das Gründerstipendium NRW gefördert. Dies ist eine absolut super und hilfreiche Unterstützung und kann gar nicht stark genug wertgeschätzt werden. Es wäre super, wenn nach dem Ende der 12-monatigen Laufzeit ein Folgeprogramm für bereits geförderte Jungunternehmer aufgesetzt werden würde. Wir streben zwar die ersten Umsätze zum Winter 2019 an, aber trotzdem wäre eine Folgeförderung sehr beruhigend.

 

6. Diesen Markt möchten wir noch erobern:

 

Zusätzlich befassen wir uns bereits mit weiteren hoch innovativen Technologien, wie die Nutzung von NFC und biometrischer Daten, um den Zugang zu den Veranstaltungen schneller, sicherer und für den Besucher unkomplizierter zu ermöglichen.

Sowie die Nutzung von Cashless Payment Optionen und Reward Systemen, um z.B. Loyalty Points treuen Kunden anzubieten, welche beim Zahlungsprozess vor Ort angerechnet werden können. Für solche Anwendungen bietet sich per Definition die Blockchain ebenfalls an.

Gemeinsam mit unseren ersten Partnern aus Südostasien wollen wir dies angehen.

 

Eine Ode an alle Gründer & Gründungsinteressierte da draußen:

 

  • Wenn ihr die richtige Geschäftsidee identifiziert habt, mit der man auch Geld verdienen kann, ist das zunächst der erste und wichtigste Schritt. Danach ist unserer Meinung nach entscheidend, das richtige Team zu finden, da man am Anfang vor allem aus eigenen, finanziellen Mitteln das Startup pushen muss. Jeder im Team muss seine Aufgaben kennen und die benötigten Bedürfnisse abdecken.
  • Vernetzt euch gut in eurer Region und auch außerhalb. Nutzt viele Gelegenheiten vor fremden und befreundeten Publikum zu pitchen und stellt euch den Rückfragen, nur so werdet ihr sicherer und könnt euch weiterentwickeln.
  • Redet mit eurem Zielmarkt und wenn möglich auch mit euren Wettbewerbern. Dieses Feedback ist unbezahlbar.
  • Einfach immer am Ball bleiben!

 

 

 

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