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Podcasts waren noch nie so beliebt wie heute! Diesen großen Boom haben wir zum Anlass genommen im Juli ein meetHUB zum diesem Trendthema zu veranstalten. Julian Nöll von pottcast.digital und Alexander Hüsing von deutsche-startups.de, 2 Profi-Podcaster, erklärten dabei worauf es bei der Erstellung eines Podcasts ankommt und wie man ihn mit Leben füllt. Die wichtigsten Tipps haben wir hier für euch zusammengefasst.

 

#1 – Planung

 

Bevor ihr mit einem Podcast starten könnt, steht erst einmal die Planung an. In dieser Phase legt ihr zunächst fest, welche Zielgruppe ihr ansprechen wollt. Das Thema sollte sich möglichst an Problemen dieser Zielgruppe orientieren, da ihr mit den Inhalten eures Podcast schließlich einen Mehrwert generieren wollt.

Ebenfalls wichtig ist die Definition der Frequenz. Wie oft soll der Podcast erscheinen? Ein Mal die Woche? 3 Mal die Woche? Alle zwei Wochen? Außerdem solltet ihr euch auch einen Richtwert für die Dauer des Podcasts festsetzen, an dem ihr euch orientieren könnt, und das Showformat definieren. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ihr könnt den Podcast alleine machen (Single Show), gemeinsam mit einer weiteren Person (Co-Host), im Interviewformat mit variierenden Gästen und und und.

Auch die Wahl des Titels sollte gut überlegt sein und Rückschluss auf euer Thema geben. Nachdem ihr noch eine Beschreibung erstellt habt, den Podcast einer Kategorie zugewiesen habt und ein Logo erstellt habt, geht es an das Eingemachte: den Redaktionsplan. Hier legt ihr im Voraus die Schwerpunkte der einzelnen Episoden fest, wann diese erscheinen sollen, evtl. welche Gäste eingeladen werden etc.

 

#2 – Technik

 

Nachdem die Planung abgeschlossen ist, müsst ihr euch überlegen, welche Technik ihr für Aufnahme und Produktion nutzen möchtet und auf welchen Plattformen der Podcast erscheinen soll. Fangen wir an mit der Wahl des Mikros. Diese ist vollkommen abhängig vom Showformat und der Situation. Wollt ihr z.B. am eigenen Schreibtisch aufnehmen, so wie Alex, dann ist das Mikro Auna MIC-900B mit Schwenkarm und Pop Filter zu empfehlen. Da die Auswahl hier sehr groß ist, sollte sich jeder selbst informieren um das perfekte Mikro zu finden, das die individuellen Bedürfnisse erfüllt.

Nachdem das Mikro gewählt ist, müsst ihr euch überlegen, wie und worüber ihr den Podcast aufnehmen wollt. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: direkt über das Smartphone oder über Apps wie Garageband (Apple) oder Audacity. Die Vor- und Nachteile beider Apps könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Möchte man Gespräche mehrerer Teilnehmer, die nicht an einem Ort sind, aufnehmen, so ist das Tool Zencastr ideal.

Sind die Aufnahmen erst einmal im Kasten, geht es an die Produktion. Einfügen des Intros, Schneiden und die weitere Bearbeitung könnt ihr ebenfalls über Garageband und Audacity, aber auch den Web-Service Auphonic erledigen.

Nachdem der Podcast fertig bearbeitet ist, müsst ihr nur noch entscheiden, auf welchen Plattformen er regelmäßig erscheinen soll. Zur Auswahl stehen hier unter anderem: Spotify, Soundcloud, Deezer, Stitcher und iTunes.

 

#3 – Launch

 

Nachdem die erste Episode produziert wurde, geht es nun darum, Testhörer zu akquirieren, die euch mit ausreichend Feedback versorgen. Kritik solltet ihr im Kopf behalten und bei der Produktion der weiteren Episoden beachten und umsetzen. Hier ist es auch besonders wichtig, dass ihr vor dem Launch genügend Episoden vorproduziert und auf Reserve erstellt. So vermeidet ihr zu Beginn, eure Frequenz nicht einzuhalten oder in Zeitdruck zu geraten.

Bevor die erste Episode online geht, muss der Launch zunächst im Netzwerk über eure Social Media Kanäle angekündigt werden. So schafft ihr erstes Interesse und könnt die ersten Hörer akquirieren. Ist die Episode schließlich online, heißt es Teilen, Teilen, Teilen! Verbreitet den Podcast und bittet um Bewertungen, um langsam eine feste Hörerschaft aufzubauen.

 

#4 – Dranbleiben

 

Ist der Start erst einmal geschafft, heißt es Dranbleiben! Ihr solltet die Frequenz, in der eure Podcasts erscheinen, unbedingt beibehalten und Änderung unmittelbar kommunizieren. Um eure Reichweite zu steigern, müsst ihr zunächst den Aufbau eurer Community fördern. Tretet dazu in Kontakt mit euren Hörern, regt Diskussionen zu den Podcast-Themen an und bewerbt euren Podcast auf unterschiedlichen (Social Media) Plattformen.

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