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Das Start-up S O NAH ist 2019 als Gewinner des RuhrSummit hervorgegangen und hat am selben Abend noch ein Versprechen an den Bochumer Bürgermeister, Thomas Eiskirch, gegeben. Bereits in Aachen löst das Team die Parkprobleme der Stadt mittels smarten Sensoren, die Dich als Fahrer über den nächsten, freien Parkplatz informieren. Genial? Finden wir auch! Deshalb möchten wir Dir das Start-up aus NRW vorstellen und den Pläne mit der Stadt Bochum auf die Schliche kommen. Was S O NAH darüberhinaus noch tut, erfährst Du in unserem Blog!

Die #Gründerstory: S O NAH

 

Wer seid ihr und wo kommt ihr her?

Angefangen haben wir mit dem Start-up vor ca. 3 Jahren zu dritt in Aachen. Thomas und ich (Victor) haben Wirtschaftsingenieurwesen, Chris hat Physik an der RWTH Aachen studiert. Chris haben wir im Kurs „Foundations of Entrepreneurship“ von Prof. Malte Brettel das erste Mal getroffen.

In dem Kurs konnten wir verschiedene Ideen entwickeln. Anschließend wurde es zu einem regelmäßigen Zeitvertreib beim Abendessen ein Buch mit sinnvollen Technologien und Marktlücken zu füllen. Im Zuge eines Wettbewerbs zum Thema Smart City haben wir dann unsere Idee zur Lösung des Parkplatzproblems weiter erarbeitet und einen ersten Prototypen gebaut. Hieraus hat sich dann über Umwege S O NAH entwickelt.

S O NAH und die geplante Infrastruktur dient nun nicht mehr nur, um freie Parkplätze zu finden, sondern kann darüber hinaus wichtige Informationen für Städte erheben, um die Verkehrswende datenbasiert voranzutreiben. Die Sensoren erfassen einen digitalen Zwilling der Stadt. Später wollen wir mit unseren Daten ebenfalls Fahrradrouten optimieren oder Probleme im Asphalt erkennen. Mittlerweile ist unser Team auf 12 Personen angewachsen und so können wir uns auf verschiedene Unternehmensbereiche konzentrieren.

 

Was hat euch dazu bewegt, euch für die Pitch-Challenge des RS2019 zu bewerben?

Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, die Idee vor größerem Publikum zu präsentieren. Dies dient uns dazu Leute zu finden, die unsere Vision durch Kooperationen unterstützen wollen. Es gibt aber auch immer öfter die Nachfrage, ob noch offene Stellen zu vergeben sind (wir suchen immer nach neuen Mitstreitern). Das Ruhrgebiet ist auf Grund der Nähe immer noch eines der spannendsten Gebiete für Installationen. Den RS2019 wollten wir dann nutzen, um uns vorzustellen. Mit dem Sieg war das natürlich optimal. Wir freuen uns nun auf das erste Projekt mit der Stadt Bochum!

 

Wie schwer war es sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen? Wie habt ihr die anderen Teams eingeschätzt?

Wir haben schon in den letzten Jahren gemerkt, dass das Start-up Ökosystem in Deutschland immer stärker wird. Einige der Start-ups kannten wir bereits und wussten daher, dass es nicht einfach wird. Wir haben dann auch die Gelegenheit genutzt, uns einige Pitche anzuschauen und waren echt beeindruckt von vielen Ideen. Vor allem im Bereich Research, Food und Social waren sehr nachhaltige Themen dabei, die uns überzeugt haben. Ich persönlich fand es schon nach der Vorrunde, als Start-ups aus verschiedenen Schwerpunkten aufeinander trafen schwer, einen eindeutigen Sieger zu bestimmen. Daher freut es uns sehr, dass unsere Vision verstanden und überzeugen konnte.

 

Ihr habt dem Bochumer Bürgermeister auf der Bühne ein Versprechen gegeben- Würdet ihr für die Leser bitte einmal beschreiben, was mit der Kooperation mit der Stadt Bochum genau gemeint ist? Gab es dazu schon Verhandlungen?

Wir haben natürlich dieChance gesehen erfolgreich zu bestehen, sonst hätten wir womöglich nicht teilgenommen. Aber Ehrgeiz und Selbstvertrauen reicht natürlich nicht aus. Wir waren uns dann im Verlauf der Veranstaltung auch nicht mehr so sicher. Nach dem Sieg haben wir der Stadt Bochum angeboten, den Gewinn zu verdoppeln und für 10.000€ Sensoren aufzubauen. Damit möchten wir die Gelegenheit nutzen, um uns bei der Stadt Bochum vorzustellen. Im Allgemeinen soll es die Stadt Bochum dazu motivieren neue Technologien kennenzulernen. Herr Eiskirch hat das Angebot bereits angenommen. Wir hatten auch schon ein paar Gespräche mit der Stadt und haben uns dazu entschieden keine „hau ruck“-Aktion zu machen, sondern unsere Lösung in die Strategie von Bochum einzubetten. Aktuell sind wir dabei, gemeinsam mit der Stadt, eine Straße oder einen Parkplatz zu identifizieren, sodass der Mehrwert schnell erkennbar ist. Natürlich hoffen wir darauf, dass im Anschluss das System erweitert wird, sodass wir der Stadt Bochum einen digitalen Schatten bereitstellen können.

 

Würdet ihr die Pitch-Challenge des RS anderen Start-ups empfehlen?

Für Start-ups im Bereich SmartCity oder Government sind Start-up Veranstaltungen schwer zu bewerten. Häufig sind nur Vertreter der unmittelbar nahe liegenden Städte dabei. Wir hatten mit dem Sieg und dem Angebot an die Stadt Bochum Glück nun auch in der Presse aufgenommen zu sein. Generell lohnt es sich aber auch, wenn man nicht gewinnt: Es ist extrem wichtig seine Ideen konstant zu challengen und Feedback aufzunehmen. Und alleine für die Vorträge und die Atmosphäre kommen wir gerne nächstes Jahr wieder. Vielleicht dürfen wir dann auch auf der Bühne erzählen, wie es uns im vergangenen Jahr ergangen ist und wie uns die RS2019 beeinflusst hat.

 

Eine Ode an die Gründer da draußen:

“Bleibt stark! Es braucht viel Kraft die Welt zu verändern, aber wenn wir zusammenarbeiten, können wir die Probleme der Zeit meistern.” 

 

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