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Daten auf Zetteln zu dokumentieren ist lange nicht mehr State of the Art. Dennoch wurde die Speicherung von Gäste-Daten laut Corona-Verordnung NRW genau so festgelegt. In diesem #HUBinsider sprechen wir mit den Gründern von recover über ihre Motivation die App ins Leben zu rufen und die Herausforderungen, die momentan auf Ihrer Agenda stehen.

Wir sind das Team von recover: Tim Schneider und Jan Kus + unser Entwicklungs-Team: Timo, Freddy, Isa, Max von Railslove aus Köln und Sebastian von 9elements aus Bochum. Wir kooperieren mit dem Klubkomm – Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V. und der IG Kölner Gastronomie und entwickelten mit Railslove und 9elements die mobile web-basierte Lösung recover. Seit Mai steht unsere digitale Lösung allen zur Verfügung, die eine sichere, einfache und schnelle Erhebung von Kontaktdaten vornehmen müssen.

Vorab-Aufruf!

Recover macht mit beim digital-pitch!
Das Team freut sich über EURE Unterstützung. Die Veranstaltung selbst ist Teil des Digitaltages – einem bundesweiten Aktionstag, der am 19. Juni 2020 stattfindet. Schau Dir hier das Pitch-Video an und stimme bis So, den 14.06.20 ab, wenn recover Dich überzeugt hat.

Das kann recover:

recover ist eine mobile Web App, die einen “Checkin am Tisch” über das Scannen von QR- Codes mittels Smartphone-Kamera ermöglicht.

Seit dem 11. Mai 2020 sind Gastronom*Innen und Kulturveranstalter*Innen dazu verpflichtet, zwecks möglicher Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt, die Namen und Telefonnummern aller Gäste zu erheben. Unsere App ist die passgenaue digitale Lösung dafür und ermöglicht Betrieben, die aktuellen Corona-Verordnungen zu erfüllen. Gleichzeitig schützen wir die persönlichen Daten der Gäste.

Und so funktioniert das Ganze:

Bei jedem Checkin werden verschlüsselte Kontaktdaten des Gastes an einen zentralen Server übermittelt, die nur dann von den Betrieben entschlüsselt und an das Gesundheitsamt zur Kontaktnachverfolgung weitergereicht werden können, wenn das Gesundheitsamt diese gezielt anfragt. Die App schützt damit die Kontaktdaten der Gäste vor unzweckmäßiger Nutzung und vereinfacht den Betrieben die Erfüllung der Auflagen.

Genau wie andere bekannte Tracing-Apps informiert recover seine Nutzer über mögliche COVID-19-Fälle, falls in einer der Gastronomien oder Kultur-Veranstaltungen das Virus ausbricht. Sollte es also zu dem Fall kommen mit einer möglichen Person in Kontakt gekommen zu sein, die erkrankt ist, wird recover sich bei Dir melden. Diese 4 Punkte beschreiben die Funktion von recover für Gäste sehr gut.

Wir sind zwar keine Gastronomen, aber auch wir nutzen recover um nachzuhalten, wer sich wann bei uns im ruhrHUB aufhält.

Die Nutzung kostet 15€ zzgl. USt. pro Monat. Für Verbände und Ketten bieten wir spezielle Konditionen an. Das Gebührenmodell ermöglicht uns den Betrieb und die Weiterentwicklung des Produktes.

Wir denken, dass Datenspeicherung verantwortungsvoll gehandhabt werden muss und gewährleistet sein muss, sodass im Notfall die Daten strukturiert an das Gesundheitsamt übermittel werden können. Unsere Lösung ist durch ein einfaches Scannen des QR-Codes und der sofortigen Verschlüsselung nicht nur simpel und sicher, sonder auch zeitsparend. Und besser als jede Zettelwirtschaft.

So kam es zur Gründung von recover:

Unsere Gründung war im Prinzip eine “Nacht und Nebel” Aktion. Die Auswirkungen der Corona-Krise gehen am Einzelhandel, der Gastronomie, Clubs und vielen anderen Branchen nicht einfach so vorbei. Nach dem erfolgreichen Launch von den https://www.veedelsretter.koeln in Köln, den https://gelsenheld.de im Ruhrgebiet haben wir die Situation als Chance verstanden und entschlossen uns dieser Zielgruppe zu helfen.

Als die Lockerungen bevorstanden, haben wir gemeinsam mit der Klubkomm und IG Gastro Köln überlegt wie man den Aufenthalt des Gastes in der Kneipe und Bar um die Ecke so angenehm wie möglich macht aber auch wie der Gastronom so wenig Arbeit wie nötig damit hat. Die aktuellen Umstände (weniger Gäste + zusätzliche Einhaltung der Hygiene-Standards) sind ohnehin schon mit mehr Arbeitsaufwand verbunden.

Diese Ausganssituation hat uns dazu bewegt uns eine Woche vor den Lockerungen zusammen zu setzen und zu überlegen, was wir tun können, um bedürftigen Betrieben unter die Arme zu greifen. Nach 2 – 3 Tagen Brainstorming war die Idee zu recover geboren. Dank unseres wundervollen Teams haben wir in 3 Tagen den MVP programmiert, der stets weiterentwickelt wird.

Der Status Quo:

Die größte Challenge stellt die Politik und die geltende Corona Schutzverordnung (CoronaSchVo) dar. Schon am ersten Tag (11.05.20) war unsere digitale Lösung online – die Schutzverordnung hat zu dem Zeitpunkt digitale Lösungen aber nicht vorgesehen. Wir haben die Sozialen Medien dazu genutzt, um Druck auf die Politik auszuüben, da die handschriftlichen Dokumentation in keinem Fall einem Digitalisierungsansatz entspricht. Daher haben wir versucht diese Verordnung nicht einfach hinzunehmen. Mithilfe anderer Anbieter, die ähnliche Lösungen auf die Beine gestellt haben, erreichten wir nach einigen Tagen genau das, was wir erreichen wollten: Seit dem 30.05.20 erlaubt die Verordnung auch digitale Lösungen und auch in anderen Ländern sind diese nicht explizit verboten. Dadurch kann unsere App jetzt in 15 Bundesländern  eingesetzt werden. Mittlerweile nutzen schon 450 Betriebe recover aktiv und immer mehr kommen dazu. Hier geht es zur freudigen Verkündung unseres Starts am 30. Mai!

Wir halten fest. Recover ist sicher, weil:

  • recover arbeitet zur Verschlüsselung der Daten mit einem asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren
  • Gastronom*Innen erstellen bei Ihrer Anmeldung Schlüsselpaare aus öffentlichen und privaten Schlüsseln
  • Die Kontaktdaten der Gäste werden dabei mit den öffentlichen Schlüsseln der Gastronom*Innen direkt auf den Smartphones der Gäste verschlüsselt und erst dann an den Server übertragen
  • Die Betreiber*Innen der App haben daher keinen Zugriff auf Kontaktdaten. Eine Entschlüsselung dieser mit privaten Schlüsseln erfolgt nur auf Nachfrage des Gesundheitsamtes.
  • Unsere Architektur ist für Jedermann einsehbar (OpenSource), haben wir die Quelltexte von App und Server-Anwendung auf der Platform GitHub veröffentlicht. Klicke hier, um Dir ein Bild vom Quellcode zu machen.

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Konnte das Team von recover Dich überzeugen? Dann hinterlass ihnen Deine Stimme: https://digital-pitch.de/main_frontend.php?error=x (Nur noch bis Sonntag!)

Hinterlass uns gerne einen Kommentar und erzähle uns, wie Du die Lösung von recover findest! Gibt es Deiner Meinung nach andere Services, die in Zeiten von Corona einen außerordentlichen Beitrag für eine Zeilgruppe, eine Community oder unsere Gesellschaft leisten? Please tell us about it!

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