Pixel

Du bist StudentIn einer Ruhrgebiets-Universität oder Fachhochschule und möchtest gerne gründen, aber weißt nicht genau an wen Du Dich wenden sollst? Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen und beginnen an der Ruhr-Universität in Bochum. Dr. Yvonne Braukhoff erzählt uns in diesem Interview, welche Formate die RUB den Studis (bzw. auch Alumins) anbietet und worauf Du besonderen Wert legen solltest. 

 

Meet Dr. Yvonne Braukhoff, Worldfactory

Als erstes kurz zu meinem Hintergrund: Ich habe an der Uni Duisburg-Essen WiWi auf Diplom studiert, in VWL promoviert (Prof. Amann) und hatte noch Zwischenstationen in der Wirtschaft bei der Ludwig Görtz GmbH und der Tailorit GmbH. Damit zeichne ich mich durch eine Mischung aus Wissenschaft und Praxis aus. Zum Thema Gründung bin ich im April 2017 gekommen. Da habe ich an der RUB bei Prof. Wilkens im Projekt inSTUDIES angefangen und ein Seminar mit Fokus auf Wissenschafts-Praxis-Transfer zum Thema Unsicherheiten im Gründungskontext aufgebaut. Seit 1.09. arbeite ich als Start-up Beraterin am Worldfactory Start-up Center der RUB und bin hier, neben der Gründungsberatung und dem Aufbau von Veranstaltungen, vor allem für den Aufbau und die Pflege des Netzwerks zuständig. Seit April 2017 habe ich mir ein umfangreiches Netzwerk mit Start-ups und Start-up Akteuren aufgebaut, die als Vorbilder in gründungsrelevanten Veranstaltungen an der RUB agieren und Studierenden-Teams als Mentoren unterstützen.

Das Worldfactory Start-up Center möchte die Anzahl der Gründungen an der RUB erhöhen, Start-up Projekte beschleunigen und dient als Anlaufstelle für alle Studierenden, Wissenschaftler und Alumni der RUB, die Gründungsanliegen haben. Ziel ist es vor allem Wissen aus der RUB in Unternehmensgründungen zu transferieren.

 

Gibts es viele Studis an der RUB, die eure Angebote nutzen?  

Das Thema Start-ups und Gründung wird in den Medien immer relevanter und auch die Entrepreneurship-Formate an der RUB wachsen enorm. Aus diesem Grund spielen immer mehr Studierende mit dem Gedanken zu gründen. Wir möchten diesen Trend noch weiter verstärken, indem wir auch Studierende, die Gründung bisher noch nicht als Option sehen, durch Gründungssensibilisierung dazu motivieren. Obwohl viele immer noch eine Konzernkarriere anstreben, haben wir bereits jetzt hohen Andrang im Worldfactory Start-up Center. Mittlerweile kommen täglich Teams in die Gründungsberatung und wir erwarten, dass es in den nächsten Monaten noch deutlich mehr werden.

Welche Formate bietet die RUB für Studierende mit Gründungsinteresse? 

Wir haben bereits eine Vielzahl an Formaten und bauen aktuell viele neue Formate auf oder stärken bestehende Formate durch Kooperation mit anderen Start-up Akteuren an der RUB und in der Ruhr-Community, wie beispielsweise der Bochum Wirtschaftsentwicklung und dem ruhr:HUB. Dabei haben wir drei Säulen. Zum einen gibt es Formate im Bereich Gründungssensibilisierung für Studierende und Wissenschaftler, die noch nicht mit dem Gedanken spielen zu gründen. In der zweiten Säule geht es darum Ideen zu entwickeln (Pre-Start-up) und in der Dritten das Start-up aufzubauen und das Wachstum zu fördern. Innerhalb der drei Säulen sind unterschiedliche Formate bereits umgesetzt und geplant („Gründertalks“ als Panel-Diskussionen mit Gründern, Unternehmensexkursionen, Ideenlabore, Start-up Camps, Trend- und Painspotting, Mentorennetzwerk, Ideen-Förderprogramme, Gründungswettbewerbe, Inkubatoren usw.).

Welche Hürden sind die größten, wenn man gründen möchte? 

Zum einen, dass man zu lange wartet. Die Lösung muss nicht perfekt sein, es ist wichtiger sie frühzeitig bei der Zielgruppe zu testen und auf Basis der Ergebnisse weiterzuentwickeln. Des Weiteren kann man nicht alles, was man braucht mitbringen. Aus diesem Grund ist es wichtig sich gut zu vernetzen, um mit anderen Gründern Kompetenzen aus zu tauschen.

 

Ist es aus deiner Sicht „praktischer“ bzw. komfortabler, wenn man die Möglichkeit hat aus der Uni auszugründen? 

Die Angebote des Worldfactory Start-up Centers richten sich in erster Linie an Studierende, Wissenschaftler (Promovierende, Postdocs usw.) und Alumni der RUB. Das besondere Potential von Hochschulausgründungen ist der Wissenstransfer, da wissensbasierte Gründungen eine besondere Qualität haben. Außerdem haben Studierende, Wissenschaftler und Alumni der RUB den Vorteil, dass sie kostenlos die vielen Angebote, wie die Gründungsberatung und Gründungsformate in Anspruch nehmen dürfen. Und es gibt durch EXIST und Start-up Transfer sehr attraktive Fördermittel für wissensbasierte Gründungen.

 

Welche TOP 3- Formate der RUB kannst Du den Studis empfehlen?

 

Deine Empfehlung an alle, die mit dem Gründungsgedanken spielen:

  • Sich frühzeitig ein starkes Netzwerk aufbauen, um Kompetenzen zu tauschen.
  • An Gründungswettbewerben teilzunehmen und sich Feedback einzuholen (z.B. in der Gründungsberatung), um kontinuierlich an der Idee zu arbeiten.
  • “LOVE THE PROBLEM NOT YOUR SOLUTION” – nicht das Problem und die Zielgruppe durch die Verliebtheit in das eigene Produkt zu vergessen.

 

Wir danken Dir Yvonne für das Interview und freuen uns, dass Du eine so wichtige Arbeit mit der Worldfactory an der RUB betreibst. Wie es an den anderen Ruhrgebiets-Unis zum Thema “Gründung” aussieht, das erfährst Du bald hier, in einem nächsten Blog.

Dein #teamruhr

Bleib' auf dem Laufenden!

Noch mehr Start-up Trends, Events & News gibt es in unserem monatlichen What’s HUB Newsletter. Das Lifestyle-Format für alle die Start-up können.

Vielen Dank!