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#SUW-Story 1

 

Wer schon einmal mit einem „Techi“ gesprochen hat, wird schnell gemerkt haben, dass diese oft in einer eigenen Sprache sprechen und einiges an Buzzwords benutzen. Begriffe wie „AWS“, „FrondEnd/BackEnd“, „Datenbank Cluster“ oder „Framework“ stehen bei ihnen auf der Tagesordnung. Wir haben es geschafft den Veranstalter von “Deutsch-Techi”- “Techi-Deutsch” (Di, 10 -12h bei der #SUW 2019 anzutreffen)  zu interviewen und können euch bestätigen, dass gute Kommunikation kein Zuckerschlecken ist, wenn unterschiedliche Parteien involviert sind.

 

Hallo, Philipp, vielen Dank für das Interview. Es wäre klasse, wenn du uns die folgenden Fragen in wenigen Sätzen beantwortest.

 

1. Stell dich doch einmal kurz in 2-3 Sätzen vor.

 

Mein Name ist Philipp Benninghoff. Ich bin 29 Jahre alt, verheiratet und stolzer zweifacher Papa. Vor 10 Jahren habe ich von der Schulbank aus WildWestDesign gegründet, damals noch in Bottrop und seit 2018 sind wir in Essen auf der Zeche Zollverein.

 

2. Wie ist dir die Idee zum Event gekommen?

 

In meinem täglichen Agentur-Alltag arbeite ich mit den unterschiedlichsten Leuten zusammen, von frischen Start-ups, über Verantwortliche für Digitales und Marketing bis hin zu Geschäftsführern. Immer häufiger fällt dabei auf, dass unsere Entwickler und unsere Kunden oft nicht dieselbe Sprache sprechen und ich zum Dolmetscher werde.

 

3. Gibt es eine Geschichte/Erfahrung, die dir passend zum Thema Techi-Deutsch direkt in den Sinn kommt?

 

Es ist schon einige Jahre her, ich war bei einem Kunden vor Ort und fand eine einfache Vokabelliste vor. Die Liste bestand aus den Spalten “Was sagt der Entwickler” – “Was sagt das Marketing” – “Was sagt der Kunde”. Eigentlich eine ganz einfache Liste, wenn man sie so hängen sieht. Dennoch wird sehr stark verdeutlicht, wie unterschiedlich alle Beteiligten etwas ausdrücken bzw. formulieren aber dennoch dasselbe meinen.

 

4. Was war die kurioseste Begegnung mit einem Techi aus deiner Sicht?

 

Die kurioseste Begegnung war vor vielen Jahren auf einer Start-up-Veranstaltung mit einem Techi, der wirklich alle Klischees erfüllt, die es nur über Entwickler gibt. Angefangen von 3 Tage Non-Stop-Durchprogrammieren, über nicht geschlafen bis hin zu Dose Chips mit Zigaretten zu jeder Mahlzeit.

 

5. Welches Wort muss man aus Techi-Sicht am häufigsten erklären?

 

Ich kann gar nicht sagen, welches Wort ich am häufigsten erkläre. Jedes Projekt und jeder Kunde ist anders. Mein Entwickler bleibt in der Regel der gleiche, sodass ich mit ihm definitiv dieselbe Sprache spreche. Gegenüber dem Kunden habe ich mir, glaube ich unterbewusst, schon eine übersetzende Sprache angeeignet, die bis jetzt jeder verstanden hat.

 

6. Welche drei Ratschläge würdest du jedem Projektmanager für die Arbeit mit Techis mitgeben?

 

Der wichtigste Ratschlag ist Meilensteine zu setzen. Jeder Projektmanager sollte sich zu Beginn und auch zwischendurch mit seinem Techi zusammensetzen bzw. reden. Es soll in Etappen gearbeitet werden und Zwischenstände kontrolliert und besprochen werden. Wichtig ist hierbei die Frage “Geht es in die richtige Richtung?” und “Sprechen wir dieselbe Sprache?” Was nützt es, wenn der Entwickler fleißig stundenlang in die falsche Richtung programmiert und am Ende doch wieder von vorn beginnen muss. Dies würde nur unnötig Nerven, Zeit und Geld kosten.

Der zweite wichtige Ratschlag: Nutzt ein Projektmanagement-Tool. Hier wird veranschaulicht, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Empfehlen kann ich hierfür das Programm Asana.

Zu guter Letzt, nagelt den Entwickler nicht zu 100% an seinen Zeitplan fest. Wenn er euch sagt, dass er 8 Stunden braucht, kann auch mal was dazwischenkommen. Es kann sich ein Fehler einschleichen oder es funktioniert nicht auf Anhieb. In dem Fall wird es dann auch mal 9 oder 10 Stunden dauern und auch dabei wird der festgelegte Zeitplan in der Regel eingehalten und alles pünktlich fertig werden.

 

7. Und zum Schluss noch ein bisschen was Persönliches: Wie kannst du nach der Arbeit am besten Abschalten?

 

Abschalten muss man, wenn man selbstständig ist, erst lernen. man muss auch mal das Handy weglegen können und Arbeit nicht mit nach Hause bringen. Seit ich Vater bin, achte ich extrem drauf, dass die Zeit zu Hause meinen Kinder gehört. So wird zum Beispiel am Abend eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen.

 

8. Welche drei Emojis sind bei dir ganz oben unter “häufig benutzt”?

 

👍🤦‍♂😊

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