Pixel

Während der startupweek:RUHR hatten wir das große Vergnügen Daniel Heinen von den Foxies für einen Workshop zum Thema Storytelling gewinnen zu können! Der leidenschaftliche Marketer und Geschichtenerzähler, weiß ganz genau worauf es ankommt, um eine 0-8-15 Werbebotschaft in eine mitreißende Story zu verwandeln. In diesem Blogbeitrag hat er die wichtigsten Grundlagen für erfolgreiches “Storytelling” für euch zusammengefasst:

 

„Erzähle uns dein Leben. In 30 Sekunden! Und los!“

Mit dieser Aufforderung beginnt mein Workshop für Storytelling. Ein Teilnehmer muss sich der Aufgabe stellen. Und dabei wird schnell klar, dass es gar nicht einfach ist, aus dem Stegreif eine spannende Geschichte über sich selbst zu erzählen. Man muss sich vorher Gedanken darüber machen, was man genau erzählt, wie man es aufbereitet, um die Zuhörer zu fesseln und warum die Geschichte das Publikum überhaupt interessiert. Die klassischen W-Fragen.

WAS mache ich? WIE mache ich es? WARUM mache ich es?

Schon diese drei Fragen helfen dir, deine kurze Geschichte zielgerichtet und fokussiert zu erzählen und Inhalte einzuflechten, die für dein Publikum interessant sind. Wenn du noch mehr in die Tiefe gehen willst, kannst du dir auch noch folgende Fragen stellen:

  • Was ist dein Ziel im Leben?
  • Was hast du schon alles erreicht?
  • Wie hast du die Dinge erreicht?
  • Was unterscheidet dich von anderen?
  • Was macht dich besonders?
  • Wofür setzt du dich ein?
  • Woran glaubst du?
  • Womit bist du gescheitert?
  • Was treibt dich an?
  • Was davon inspiriert andere?

Selbstverständlich kannst du diese Fragen auch für jedes Produkt, jeden Service und jedes Unternehmen beantworten, über das du eine Geschichte erzählen willst und so den Sinn für deine Geschichte einkreisen sowie eine Botschaft für dein Publikum bestimmen.

Aber warum funktioniert Storytelling überhaupt?

Weil Dinge (Produkte, Services, Unternehmen, eine Person), die mit einer Story assoziiert werden, erfolgreicher sind. Das hängt mit unserer Art zu denken zusammen. Denn Storys vereinfachen es unserem Gehirn, Infos aufzunehmen und sie zu behalten. Diese Infos werden so verarbeitet, als würden wir die Geschichten selber erleben. Das erzeugt in unserem Gehirn Bilder und Bilder wecken Emotionen. Wie das genau funktioniert, seht ihr im folgenden Beispiel.

 

Die 5 Elemente guten Storytellings

In seiner Kampagne „Worlds Apart“ zeigt die Marke Heineken sehr eindrucksvoll, wie Storytelling funktioniert. Denn mal im Ernst: Es ist NUR ein Bier wie jedes andere auch. Aber um das Bier herum wird eine Welt kreiert, mit der sich die Zielgruppe identifizieren kann. Dinge werden besser, einfacher und schöner wegen des Bieres.

1. Aufhänger

Jede Geschichte braucht einen Aufhänger, einen Grund, erzählt zu werden. Das kann der Markenkern oder die Vision eines Unternehmens sein. Hier ist der Aufhänger, dass Heineken Menschen, die sich normalerweise meiden oder miteinander streiten würden, enger zusammenbringt. Sie diskutieren offen und freundschaftlich über ihre Differenzen – bei einem Bier.

 

2. Held

Ebenso wie einen Aufhänger braucht auch jede gute Geschichte einen Helden. Er ist die Identifikationsfigur, in die sich der Zuschauer, Zuhörer oder Leser hineinversetzen kann. In dieser Geschichte gibt es viele Helden. Mit einem kann sich vermutlich jeder identifizieren. Außerdem kann es in Geschichten Antihelden geben, in diesem Fall die anders Denkenden und auch einen Mentor. Hier ist das die Stimme, die die Leute anleitet und sie zum Schluss in den Dialog miteinander bringt.

 

3. Konflikt

Ein Konflikt macht eine Geschichte meist von Anfang an spannend. Im Heineken-Beispiel sind die Konflikte zwischen den Menschen offensichtlich für den Zuschauer und man fragt sich, was wohl am Ende passiert. Können die Konflikte gelöst werden oder enden sie im Streit?

 

4. Emotionen

Eine gute Geschichte berührt das Publikum emotional. Angst, Wut, Freude, innere Zerrissenheit können sich auf die Zielgruppe übertragen. Wie gesagt, werden Emotionen leichter erinnert. Im Fall von Heineken wissen die Menschen eine ganze Weile nichts von ihren Konflikten, verstehen sich aber gut. Das führt zu einer „Zerrissenheit“ beim Zuschauer und baut Spannung auf. Als die Menschen erfahren, wofür der jeweils andere steht, kommt es zum emotionalen Höhepunkt für die Protagonisten und für den Zuschauer.

 

5. Konfliktlösung

Natürlich gibt es in einer guten Geschichte auch ein Happy End. Der Konflikt wird gelöst, die Menschen kommen sich näher und sprechen bei einem Heineken miteinander. Heineken löst also den Konflikt zwischen ihnen und verändert ihre Sichtweise bzw. erweitert ihren Horizont.

 

Jetzt musst du nur noch entscheiden, in welchen Kanälen du deine Geschichte erzählen willst. Auf deiner Website, im Blog, als Film bei YouTube oder vielleicht sogar im Radio? Übrigens steht bei gutem Storytelling nicht die Marke im Mittelpunkt, sondern die Menschen. Wir freuen uns auf eure Geschichten!

Weitere Beiträge

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
modal close image
modal header

Pottcorn Verlosung!

Pottcorn Verlosung!

 

Zur Verlosung

Weitere Beiträge

Bleib' auf dem Laufenden!

Noch mehr Start-up Trends, Events & News gibt es in unserem monatlichen What’s HUB Newsletter. Das Lifestyle-Format für alle die Start-up können.

Vielen Dank!