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Wie gut kennt Ihr die Gründerszene im Ruhrgebiet?

Während das Ruhrgebiet für Kohle und Kumpel in aller Munde ist, hat unsere inzwischen florierende Start-up Szene das Nachsehen. Insbesondere bei den Berliner Venture Capitalists wird das POTTential des Ruhrgebiets bislang noch unterschätzt. Aus diesem Grund haben wir unsere Investoren-hungrigen Club Start-ups ins Gepäck genommen und Sie der Berliner Investoren-Szene vor die Tür gesetzt.

Für unsere VC-Tour hatten wir die Gründer höchstpersönlich an Board. Mit dabei waren:

  • Ben (Gründer) von Pottsalat #salatlieferservice
  • Mirco (Gründer) von myster.de #digitaleshandwerk
  • André (Gründer) von ViSenSys #bilderkennungssysteme
  • Patrick (CEO) von Mahlzeit #digitalerspeiseplan
  • Jonathan (Gründer) von Weltenmacher #vreducationgames
  • Hendryk (Mitgründer) von brytes #digitalekörpersprache #ecommerce
  • Florian (Gründer) von spoins #gesundheitsmanagement #b2b
  • Markus (Gründer) von XignSys #cybersecurity #niewiederpasswörter
  • Thomas (Gründer) von Kauz #chatbots
  • Manan (Mitgründerin) von Stylique #diy #digitaleraumgestaltung
  • Roschan (Gründer) von Lorylist #revolution #einzelhandel

Das Programm wurde von unserem Netzwerker Alexander Hüsing (Chefredakteur deutsche-startups.de) geplant und beinhaltete Besuche bei den vier VC-Büros Project-A Ventures, seed+speed (Maschmeyer Group), e.ventures & Earlybird Ventures, sowie ein Pitch-Event am Abend in der neuen Factory Berlin Görlitzer Park.

 

Tag 1: Zu Gast bei Project A Ventures & seed+speed

 

First stop – Project-A Ventures.

Im modernen Gebäude in Berlin Mitte wurden wir vom Partner Anton Waitz höchstpersönlich willkommen geheißen. Wir wurden herzlich empfangen und nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit der Arbeit von Project A vertraut gemacht. Andy Helbig (Senior Investment Manager) nahm sich viel Zeit, um uns ausführlich über die unterschiedlichen Investitionsmodelle und den Auswahlprozess bei Project A aufzuklären. In ihren Bewertungen beziehen sie sich auf unterschiedlichste Faktoren. Für euch haben wir die interessantesten Kennzahlen einmal zusammengefasst.

  1. Eigenschaften des Unternehmens (unter anderem):
    1. Team (Erfahrung als Unternehmer, Interdisziplinäre Kompetenzen)
    2. Produkt (USP: 10x besser als der Wettbewerb, Roadmap)
    3. Business Modell (Potenzial für “recurring revenue”, future-proof)
    4. Timing (Inflection point, Future proof-ness)
  2. Product-Market-Fit:
    1. Globales Marktpotential (> $2B, Grad der Digitalisierung/Fragmentierung)
    2. Traction (minimal €10k mtl. Revenue, Double-digit MoM Growth)
    3. Defensibility (Eigentümer der Technologie/Daten)

Next stop – seed+speed.

seed+speed KonferenzraumDas eindrucksvolle Gebäude direkt am Kurfürstendamm ist nicht nur eines der höchsten Gebäude in Berlin, sondern auch Hauptsitz von seed+speed, dem Frühphaseninvestor der Maschmeyer Group. „The Sales VC“, wie sie sich selbst betiteln, investiert in breit gefächerte Geschäftsmodelle (B2B und B2C) im deutschsprachigen Raum. Begrüßt wurden wir von dem langjährigen Investor und Unternehmer Alexander Kölpin und seinem Kollegen Noah Souvignier. Nach einer kurzen Vorstellung der beiden, eröffnete Alexander schnell eine offene Diskussionsrunde in der sie die zahlreichen Fragen unserer Gründer beantworteten. „Wir haben noch nie in ein Start-up investiert, dass sich über die info@-Mailadresse beworben hat“ – war eine der nachhaltigsten Aussagen beider Investoren. Wer wirklich Investoren an Land ziehen möchte, muss Kontakte haben und über eine persönliche Empfehlung bei den VCs auf dem Schreibtisch landen. Ein Glück haben wir und unsere Start-ups nach unserem Besuch die Kontaktdaten mit Alex und Noah ausgetauscht… 😉

 

Factory Get together: Meet the West

 

Am Abend des ersten Tages waren wir zu Gast bei der neuen Factory Berlin direkt am Görlitzer Park. Unter dem Motto „Meet the West“ hatten wir diverse VC-Büros in Berlin zu einem lockeren Kennenlern-Event im Café der Factory geladen und sechs ausgewählte Start-up Pitches vorbereitet. Zuerst gab es aber noch eine ganz exklusive Führung durch die Räumlichkeiten, die mit Bällebad und diversen ausgefallenen Einrichtungselementen eine inspirierende und angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen. Was die Factory vor allem auszeichnet, ist ein weitreichendes globales Netzwerk aus Experten, Unicorns, Start-ups, Unternehmen und Investoren. Als besondere Überraschung gab es für alle Club Start-ups auf der Reise eine exklusive Mitgliedschaft in diesem Netzwerk für 3 Monate vom ruhr:HUB gesponsert.

Anschließend durften die Start-ups auf dem Get together endlich pitchen – natürlich nach Berliner Standard auf
Englisch. In entspannter Atmosphäre kamen die Gründer darauf nicht nur mit den anwesenden Factory Mitgliedern und Investoren ins Gespräch (z.B. von Earlybird Ventures & Senovo), sondern lernten sich auch untereinander gut kennen. Bei einem gemütlichen Bier ließen wir den Abend schließlich zusammen ausklingen.

 

Tag 2: Zu Gast bei Earlybird Ventures& e.ventures

 

Im Dachgeschoss bei Earlybird Ventures.

Direkt beim Häckischen Markt fanden wir in einem charmanten Altbau den Berliner Sitz von Earlybird Ventures – selbstverständlich in der obersten Etage über den Dächern Berlins. Tim Rehder (Principal) sprach mit uns kurz über den DeepTech Fokus des Berliner VCs, der für viele Start-ups aus dem Ruhrgebiet höchst interessant sein dürfte. Mit einem starken Interesse an Industrial Tech und Health Tech könnte Earlybird auch im Ruhrgebiet starke Kandidaten für ein Investment kennenlernen. Anschließend bekamen unsere Start-ups eine Chance sich und ihre Geschäftsmodelle kurz vorzustellen. Diese Elevator-Pitches riefen scheinbar auch Interesse von Seiten des VCs hervor, weswegen Tim Rehder uns prompt nach einem Follow-up Termin für ausgewählte Pitches fragte. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht… 😉

 

e.ventures Check am Checkpoint.

Der letzte Stop auf unserer Tour war e.ventures. Das Berliner VC Büro liegt direkt beim Checkpoint Charlie im Herzen von Berlin Mitte. Im großen Konferenzraum des Altbaus erhielten wir eine sehr aufschlussreiche Präsentation von Marie Hinderer zum Vorgehen des global aktiven VCs. Besonders interessant war die Tatsache, dass e.ventures im Vergleich zu anderen VCs nicht das zukünftige Marktpotential als Investitionsgrundlage betrachtet, sondern viel mehr die fundierten und aufbereiteten Daten aus dem vergangenen Geschäftsverlauf des Unternehmens. Mit einer hoch-ausgereiften Analyse-Software werden alle bereitgestellten Daten des Unternehmens (sowie etwaige Online-Daten) gesammelt, ausgewertet und im Hinblick auf ihr Wachstumspotential betrachtet.

Als besonderes Highlight durften einige unsere Start-ups Daten im Nachgang ihre für eine Analyse von Marie weiterleiten, um ihr eigenes Potenzial besser einschätzen zu können.

 

Fazit.

Und dann war sie auch schon zu Ende, unsere große Berlin VC-Tour. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an alle Gründer, die sich die Zeit genommen haben und dabei waren. Es war uns eine große Freude diese zwei Tage mit euch zu verbringen und hoffen auch ihr konntet den ein oder anderen Nutzen aus dem Event ziehen. Ein ganz besonders großes Dankeschön gilt natürlich auch Alexander Hüsing, der die Kontakte zu den VC-Büros hergestellt und den inhaltlichen Ablauf geplant hat. So viel können wir schon mal sagen: Das werden wir bald wiederholen! 😉

Ganz gleich welche Inhalte aus diesem Beitrag für dich sinnvoll erscheinen oder nicht, der ruhr:HUB ist immer für eine persönliche Beratung da und kann dich auch an weitere Fachexperten weitervermitteln. Darüber hinaus kannst du gerne auch unserer Gruppe Made with POTTential nutzen. Hier triffst du auf Gleichgesinnte der Start-up Szene im Ruhrgebiet und ihr könnt euch untereinander vernetzen, Fragen stellen, von der Expertise in unserem Netzwerk profitieren, Verstärkung für’s eigene Start-up Team suchen, und und und!

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