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In der startupweek:RUHR hatten wir das große Vergnügen dem Vortrag von Serial Entrepreneur Sebastian Deutsch (9elements) zu lauschen, der von seinen „Lessons Learned“ berichtet hat. Zwei Stunden lang hörten wir dem erfahrenen Unternehmer aufmerksam zu und waren uns einig: Diese Learnings sollten wir mit euch teilen. Bei der Gründung eines Start-ups gibt es viele Dinge, die man vermeiden kann, sofern man unterschiedliche Aspekte berücksichtigt. Wir teilen die wichtigsten Erkenntnisse von Sebastian und uns mit euch, damit ihr einige Fehler gar nicht erst machen müsst. 😉

1.    Eine durchdachte Strategie

Eine Strategie sollte dir helfen, zu bestimmten Dingen Nein zu sagen. Nein zu sagen bedeutet Fokus!

Anpassungen (Pivots) sollen möglichst früh antizipiert und so schnell wie möglich realisiert werden, um auf der Erfolgsspur zu bleiben. Dabei hilft es Hypothesen zu entwickeln, die durch Messung bestätigt oder falsifiziert werden können. Zur Vertiefung und Strukturierung hilft ein Blick hierauf.

Mithilfe der Strategie solltest du sicherstellen können, dass du eine Bruttomarge von 20% für die Weiterentwicklung deines Geschäfts übrig hast. Du magst dich jetzt fragen: wieso nur 20%? Der Grund dafür liegt darin, dass du dadurch sicherstellen kannst, dass du dem Wettbewerb einen Schritt voraus bleibst (weil du über ein Budget für Forschung und Entwicklung verfügst). Zudem erreichst du dadurch, dass du einen Geldpuffer für schlechte Zeiten aufbauen kannst (und auch musst).

Preisgestaltung

Die Preisgestaltung hängt sehr stark von dem Produkt, Geschäftsmodell und der Branche ab. Im B2C Umfeld kann gesagt werden, dass die Schwelle für Kaufentscheidungen für Produkte unter 200€ deutlich geringer ist als darüber. Der Bereich zwischen 201€ und 10.000€ ist sogenanntes Niemandsland. Für den einzelnen, privaten Konsumenten ist der Preis für einen Initialkauf zu hoch und für B2B Kunden noch irrelevant. Die Relevanz für letztere Kundengruppe erhöht sich ab der 10.000€ Schwelle. Ab diesem Zeitpunkt werden jedoch Geschäfte durch einen Rechnungsvertrag abgewickelt.

Unternehmenskultur und Personal

Ein in der Start-up Welt immer noch herrschendes Prinzip lautet „hire fast / fire fast“. Dieser Ansatz mag nicht jedem Arbeitnehmer gefallen, aber auch auf Arbeitgeber-Seite herrscht Unsicherheit. Insbesondere in dieser Szene werben Start-ups ständig fähige Mitarbeiter von anderen Start-ups ab und sorgen so für eine hohe Fluktuation. Daher lautet der erste Tipp für die personelle Aufstockung deines Start-ups „Stelle Leute ein, die schlauer sind als du“. Um diese Leute auch langfristig an die Unternehmung zu binden, geben wir Dir folgenden Rat mit auf den Weg: „Schaffe ein einzigartiges Arbeitsumfeld, in dem sich Mitarbeiter wohlfühlen und bleiben möchten“. Als Gründer solltest du deinen Einfluss nutzen, um zu jederzeit Unternehmenskultur zu fördern und formen (z.B. durch kleine Rituale). Achte darauf, dass die Vision und Mission des Unternehmens dazu passen. Grundsätzlich gilt: Je einzigartiger die Kultur, desto weniger austauschbar ist sie. Dies kann für die Reduzierung der üblich herrschenden Fluktuation hilfreich sein.

2.    Eine nachhaltige Finanzierung

Die Finanzierung ist essenziell wichtig für den Erfolg deines Start-ups. Daher solltest du folgende Punkte gut beachten:

  • Kenne das gängige Vokabular (Term sheet / Valuation / Shares / Virtual Options)
  • Kenne verschiedene Finanzierungsmodelle (Shares / Debt)
  • Nichts ist einfacher als die erste Finanzierungsrunde
  • Nichts ist teurer als die erste Finanzierungsrunde

Pitching

Um vor einem Investor eine gute Figur machen zu können ist ein überzeugender Pitch unablässig. Grob sollte er folgende Themen beinhalten:

  • Problem und Lösung (Produkt)
  • Beschreibung des Marktes und wie er erreicht wird
  • Aus welchen Kompetenzen setzt sich das Team zusammen?
  • Wie profitieren einzelne Stakeholder?

Gestalte die Investitionsoptionen einfach und stelle sicher das alle Punkte und Optionen für jeden Stakeholder nachvollziehbar sind. Weitere Infos und Tipps findest du hier oder auch in unserem #HUBinsider. Achte neben den ganzen Tipps und Tricks aber vor allem darauf, dass du keine wilden Märchen erzählst und bei der Wahrheit bleibst!

Alternativ zur klassischen Investoren-Runde kannst du auch auf andere Formen der Finanzierung zurückgreifen wie beispielsweise Crowdsourcing-Kampagnen im B2C Bereich auf kickstarter.com oder im B2B Segment auf seedmatch.de sowie ICO’s wie Neufund.org.

Ganz gleich welche Tipps und Empfehlungen für dich aus diesem Beitrag sinnvoll erscheinen oder nicht, der ruhr:HUB ist immer für eine persönliche Beratung da und kann dich auch an weitere Fachexperten weitervermitteln. Darüber hinaus kannst du gerne auch unserer Gruppe Made with POTTential nutzen. Hier triffst du auf Gleichgesinnte der Start-up Szene im Ruhrgebiet und ihr könnt euch untereinander vernetzen, Fragen stellen, von der Expertise in unserem Netzwerk profitieren, Verstärkung für’s eigene Start-up Team suchen, und und und!

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