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Wir möchten zurückblicken und den Corporate Challenge Pitch 2019 Revue passieren lassen. Diese 4 Start-ups sind als Sieger vorgegangen und wir möchten Dir in diesem Blog ihre Challenges, ihre Erfahrungen mit dem Format und den Status Quo bzgl. ihrer Zusammenarbeit mit den etablierten Unternehmen vorstellen.

Folgende Start-ups sind als Champions des Pitches hervorgegangen:

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1. Neohelden

“In einem sehr freundlich-professionell Umfeld, wie bei dem CCP, können sich Start-ups mit Entscheidern auf Augenhöhe unterhalten und neue, innovative Ansätze in komprimierter Form erleben. Wir kommen auch 2020, wenn wir dürfen.”

 

Ein Start-up, das wiederholt am CCP teilgenommen hat, weil es zum Einen von der Organisation überzeugt war und zum Anderen auch in diesem Jahr eine passende Challenge für sich gefunden hat, ist Neohelden. Sie entwickeln Neo, den digitalen KI-Assistent für Business, mit dem sie Künstliche Intelligenz für Unternehmen und Mitarbeiter sofort nutzbar machen.

Das 13-köpfige Team hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, mit Neo unsere Arbeitsweisen im Zuge der Digitalisierung neu zu denken. Mit der Neo Enterprise Assistant Platform können Mittelständische Unternehmen und Konzerne ihre eigenen Assistenzsysteme „bauen” und konfigurieren; so kann jeder Mitarbeiter einen persönlichen, digitalen Assistenten bekommen.

 

Zur Challenge: Die Neohelden haben an der “PERFORMANCE DIAGNOSTICS CHALLENGE” des VfL Bochum teilgenommen. Hierbei suchte der Fußball-Sportverein eine Lösung für Smartphones/Tablets, die einen individuellen Trainingsplan für jeden Spieler elektronisch unterstützt sowie die Analyse des Gegners in diesem Tool ermöglicht. Es soll jederzeit die Möglichkeit geschaffen werden, den individuellen Trainingsstatus des Spieler einsehen und Trainingserinnerungen senden zu können.

Die Neohelden sagen: “Der Challenge-Sieg hat uns Recht gegeben: Neo kann auch in einem Fußballverein – den Trainer, den Spieler und den Verein in Gänze – unterstützen.” und  “Wir hatten im Team richtig Spaß und analysiert, in welchen Use-Cases ein digitaler Assistent in einem Fußballverein signifikanten Mehrwert erzielt. Wir haben auch einige Ansatzpunkte identifizieren können.”

 

Vor einem Monat seid ihr eine Kooperation mit dem etablierten Unternehmen eingegangen- was hat sich seitdem geändert? Wie ist der Stand der Dinge? Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Ein Monat ist im B2B-Umfeld keine lange Dauer und ist wirklich sehr schnell vorbei – auch bei der Kooperation mit dem VfL Bochum ist ein Monat nicht viel; wir haben zwar erste Telefonate geführt und nun einen Kick-Off-Termin im Dezember vereinbart, an dem Projekt arbeiten wir faktisch noch nicht. Was auch unter anderem am Jahresend- und Hinrunden-Endspurt zurückzuführen ist. Als Projektstart ist daher Q1/2020 anvisiert und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.

 

 

2. adiutaByte

“Man bekommt eine Bühne bereitgestellt, um großartige etablierte Unternehmen von sich, als Start-up, zu überzeugen und somit langfristige starke Partnerschaften zu beginnen! Viele Corporates dieses Landes sind aufgeschlossen für frische, innovative Ideen. Wenn man sich als Start-up professionell aufstellt und einen nennenswerten Mehrwert bietet, hören die Corporates den Start-ups zu und sind offen und sehr interessiert an solchen Kooperationen. Der CCP bietet hierfür einen super Nährboden!”

 

Unterstützt durch eine eigens entwickelte Software haben wir ein gesamteinheitliches Unterstützungssystem für verschiedene Planungsherausforderungen entwickelt – eine Kombination aus menschlichem Spezialwissen und der algorithmischen Stärke in der mathematischen Optimierung.

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt durch intelligente Prozessoptimierung und Planungsunterstützung komplexe Planungen zu vereinfachen und somit Planende zu entlasten. Wann immer manuelle Planung viel zu zeitraubend wird, Standardtools nicht vorhanden sind oder einfach an ihre Grenzen oder aber die Grenzen der Anforderungen stoßen oder einfach die vielfältige Kombination aus Algorithmen und KI gewünscht ist, ist adiutaByte besonders passend und gefragt.

Zur Challenge: Unsere Challenge ist es, mit und für Siemens ein Planungsunterstützungssystem bereitzustellen, um Teams aus Spezialisten für Baustellen in Spezialszenarien, z.B. für Kraftwerke, zusammenzustellen. Nicht alle Baustellen können mit eigenem Personal bearbeitet werden. Deshalb ist es notwendig, dass Siemens sein Team mit Leiharbeitskräften zielgerichtet und bedarfsorientiert verstärkt.

adiutayByte sagt: “Hierbei muss beachtet werden, dass bestimmte Mitarbeiter verfügbar sein müssen, erforderliche Qualifikationen erfüllen oder Zertifikate erworben haben. Dieser Prozess wird durch Planungsunterstützungsalgorithmen und KI-Ansätze von adiutaByte in Zukunft unterstützt und damit einfacher, besser und schneller. Da wir gerade erst mit dem Pilotprojekt starten, können wir nur erste Prognosen abgeben. Bisher war die Kommunikation mit Siemens grandios und auch unsere bereits erarbeiteten Konzepte und Studien sind extrem erfolgsversprechend. Das Kick-Off hat großen Spaß gemacht und beide Seiten sind sehr motiviert. Es zeichnet sich jetzt bereits ab, dass dies nicht bei einem Projekt bleiben wird, sondern zu einer intensiven Partnerschaft wachsen könnte!”

 

Vor einem Monat seid ihr Kooperationen mit einem etablierten Unternehmen eingegangen- was hat sich seitdem geändert? Wie ist der Stand der Dinge? Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Aktuell stehen wir in Phase 1 der angeplanten längerfristigen Kooperation, in der wir Anforderungsanalysen und erste Proof-Of-Concepts erstellen. Allerdings wird gerade auch parallel schon an hieraus entstehenden gemeinsamen Geschäftsmodellen gewerkt. Der Plan ist, eine an Siemens Software angebundene Employee-Pool-Lösung gemeinsamen mit den Spezialisten der Branche vor Ort zu entwickeln und im Anschluss als permanenten Service bereitzustellen, um die zeitraubende Mitarbeitereinplanung zu entlasten.

 

 

3. qbound

“Zum einen ist es ungemein wertvoll, in den direkten Austausch zu gehen, zum anderen ist die Pilotierung des eigenen Produkts mit dem Corporate-Partner das beste Marktfeedback, das man als Start-up erhalten kann. Dafür bietet der Corporate Challenge Pitch eine tolle Plattform.”

 

Wir von qbound sind ein junges Unternehmen aus München, das sich mit einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts beschäftigt: Cybersecurity. Wir haben eine Lösung entwickelt, die neueste Technologien und Forschungsergebnisse nutzt, um Zugriffe auf Applikationen und IoT-Geräte, wie beispielsweise „Smarte Türschlösser“ abzusichern – D.h. unsere Lösung managed, wer wann von welchem Ort worauf zugreifen darf. Dadurch helfen wir Unternehmen nicht nur, sich im Zuge der Digitalisierung weiterzuentwickeln, sondern dies auf eine sichere Art und Weise zu tun.

 

Zur Challenge: Das Team von qbound hat sich mit der “STADIUMS LOCKING SYSTEM CHALLENGE” vom Vfl Bochum auseinandergesetzt. Die ordnungsmäßige Schließung der  vielen Türen und Tore im Ruhrstadion unterliegt immer noch der Prüfung der Mitarbeiter, die vor Ort im Dienst sind. Bisher ist dieser Vorgang sehr zeitintensiv und fehleranfällig. Der Vfl Bochum sucht eine technische Lösung, die eine ferngesteuerte Schließung der Türen ermöglicht, idealerweise über eine App auf dem Smartphone.

qbound sagt:Diese Challenge passt ideal zu unserem Produktportfolio im Bereich IoT. Der Anwendungsfall deckt alle unsere Stärken im Bereich des sicheren Zugriffsmanagements ab: Sicherer Zugriff, einfache Verwaltung und Transparenz hinsichtlich der Zugriffe. Zum Anderen ist der VfL Bochum selbstverständlich ein überaus interessanter Partner – insbesondere für Fußballfans wie uns :-). Darüber hinaus haben wir bereits durch die Teilnahme am Cube 5 Accelerator und durch Besuche des ruhr:HUB sehr positive Erfahrungen im Ruhrgebiet gesammelt und sind sehr gerne Teil dieser Start-up-Community.

Tatsächlich haben wir uns bereits mehrere Wochen vor dem Corporate Challenge Pitch Event intensiv mit der konkreten „Challenge“ des VfL Bochum auseinandergesetzt. Uns war es sehr wichtig, dass wir am Tag des Pitches nicht nur einige Folien und Ideen präsentieren konnten, sondern bereits mit einem ersten, funktionsfähigen und testbaren Prototyp überzeugen können.”

 

 

Vor einem Monat seid ihr Kooperationen mit einem etablierten Unternehmen eingegangen- was hat sich seitdem geändert? Wie ist der Stand der Dinge? Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Nach dem Corporate Challenge Pitch und einer initialen Abstimmung haben sowohl der VfL Bochum als auch wir nochmals eine interne Runde gedreht, um alle wichtigen Ansprechpartner abzuholen und die nötigen Freiräume für ein Projekt zu schaffen. Mitte Dezember werden wir uns nun in einem gemeinsamen Workshop mit allen Beteiligten zusammenfinden und alle Details sowie die Konkretisierung eines Pilotprojekts vorantreiben.

 

 

4. WETOG

“Der CCP verbindet Unternehmen und Start-ups direkt und passgenau, der persönliche Kontakt kann viel schneller hergestellt werden und deshalb bietet das Format eine gute Chance, nachhaltig mit Unternehmen erfolgreich in Gespräche zu kommen. Deswegen können wir eine Bewerbung und die Teilnahme beim CCP wirklich nur empfehlen.”

 

Wir sind ein sechs-köpfiges Team aus Verrückten, Nerds und Visionären. Unser Office befindet sich in Remscheid, im schönen Bergischen Lande. WETOG ist eine Kommunikationsplattform auf der Team-Arbeit in Channels stattfindet und alle Nachrichten, Tools und Dateien an einem einzigen Ort, verschlüsselt nach neuestem Stand der Technologie, made und hostet in Germany, DSGVO konform sind – Das spart Zeit, reduziert Kosten und fördert die Zusammenarbeit.

Zur Challenge: Bei Siemens werden Informationen der Außendienstmitarbeiter bereits digital ausgetauscht, diese sind bisher aber noch dezentral verteilt. Im schlechtesten Fall werden dann Übergaben nicht effizient ausgeführt. Das Unternehmen sucht eine Lösung, um den Kommunikationsprozess zu verschlanken, damit die Systeme geringere Fehlerquoten aufweisen.

 

Vor einem Monat seid ihr Kooperationen mit einem etablierten Unternehmen eingegangen- was hat sich seitdem geändert? Wie ist der Stand der Dinge? Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Nach der Challenge mussten Terminabsprachen getroffen werden, was mit einem Konzern schon mal schwierig werden kann. Gemeinsam wurde aber auch dieses Problem gemeistert und der erste Kick-off-Termin hat stattgefunden. Dabei wurde das Problem noch mal näher durchleuchtet und geschaut ob unsere Lösung wirklich dazu passen könnte – und ja es hat gemached. Nun sind wir mit einigen Hausaufgaben in der Vorbereitung für die nächsten Termine und auf unserer Agenda stehen nun Ausarbeitung des PoC, d.h. fleißig an der Programmierung für den Beta-Release arbeiten. Weitere Gespräche mit Investoren und potentiellen Kunden stehen an und natürlich unsere Team-Weihnachtsfeier.

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Wir danken Euch für die Interviews und wünschen allen Start-ups weiterhin viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit den großen Unternehmen!
Und jetzt aber erst einmal: Schöne, erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Euer #teamruhr

 

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